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Grundsätzlich läßt sich die Behandlung durch in vitro-Fertilisation
(IVF bzw. künstliche Befruchtung) auch auf Basis eines natürlichen Zykluses
(Spontanzyklus) durchführen. Dennoch ist die hormonelle Stimulation von
Follikel- und Eizellwachstum sinnvoll. Warum? In einem Spontanzyklus
reift normalerweise nur eine Eizelle heran. Diese wird mit einer
Wahrscheinlichkeit von ca. 50 bis 70 % befruchtet. Die Chance für einen
Embryotransfer ist dementsprechend gering. Durch die Stimulation erhöhen wir die
Chancen auf einen Embryotransfer und eine nachfolgende Schwangerschaft.
Denn wir regen mehrere Follikel zum Wachstum an - mit dem Ziel, auch mehrere
Eizellen gewinnen zu können.
Unser Ziel ist es, zwei Embryonen zu transferieren. Sofern Sie älter als
35 Jahre sind, wird im gemeinsamen Gespräch auch die Möglichkeit
erörtert, drei Embryonen zu transferieren. Ihr Arzt wird Sie hierbei
jedoch ausführlich über mögliche Risiken wie Mehrlingsschwangerschaften
und Gesundheitsrisiken für Mutter und Kinder aufklären.
Im
wesentlichen setzen wir folgende Stimulationen ein:
- nur Clomifen, z. B. vom 5. bis 9. Zyklustag;
- Clomifen, gefolgt von Injektionen mit FSH oder hMG;
- FSH- oder hMG-Injektionen, zum Beispiel ab dem 2. oder 3. Zyklustag;
- Kombination der FSH- oder hMG-Stimulation mit einem GnRH-Analogon. Der
Beginn der GnRH-Analogongabe liegt entweder bereits in der zweiten Hälfte des
dem Therapiezyklus vorangegangenen Zyklus (Vorzyklus) oder ungefähr gleichzeitig
mit der FSH/hMG-Gabe.
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