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Die Frage ist: Warum bleibt
unser Kinderwunsch unerfüllt? Eine einfache Frage, auf die es
oft keine einfache Antwort gibt. Denn Fortpflanzungsstörungen gibt's beim Mann
wie bei der Frau. Häufig auch bei beiden. Und - ungewollte Kinderlosigkeit ist
in aller Regel nicht angeboren, sondern erworben: Die wenigsten von uns kommen
mit verschlossenem Eileiter oder schlechter Samenqualität auf die Welt.
Eins ist klar: Die Rahmenbedingungen für die Fruchtbarkeit
werden nicht besser, eher schlechter. Da ist die Belastung unserer Umwelt, die
auch jeder einzelne von uns spürt; da ist die Ernährung, wichtig für unser
Wohlbefinden, aber oft vernachlässigt; da ist der Beruf, der uns fordert. Und da
sind natürlich all die Dinge, die uns nicht frei sein lassen, die uns, wie man
so schön sagt, 'auf der Seele liegen'. Hinzu kommen weitere Erkrankungen wie
zum Beispiel Genitalinfektionen. Dies alles ergibt ein komplexes Ursachenbild.
Und jedes Paar reagiert unterschiedlich darauf. Das eine Paar spürt die
Belastung, das andere weniger. Beim einen wirkt sich's organisch aus, beim
anderen nicht. Hier kommt das Wunschkind, dort nicht.
In Bezug auf die
organischen Ursachen gilt: Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen. Viele
Frauen, die zu uns kommen leiden unter Endometriose (siehe Kapitel
'Endometriose'). Bei vielen anderen ist die Funktionsfähigkeit der Eileiter
gestört. Zum Teil fehlen sie vollständig, zum Teil sind sie unbeweglich oder gar
verschlossen - und ihre Funktion auch durch eine Operation nicht mehr
wiederherzustellen. Häufig ist eine vorausgegangene
Eileiterinfektion die Ursache. Diese wird nicht immer bemerkt und kann
schon in frühen Jahren schmerzlos erfolgt sein. Sind die Eileiter jedoch
unauffällig und voll funktionsfähig, so findet sich häufig bei den Männern die
Ursache- ein auffälliger Samenbefund. Hierbei kann entweder die
Anzahl der Samenzellen, ihre Beweglichkeit oder aber ihre Form
deutlich gestört sein und den Eintritt einer Schwangerschaft nahezu unmöglich
machen. Die Gründe hierfür sind vielfältig und nicht nur vom
Erbmaterial beeinflußt.
Weitere Details entnehmen Sie bitte den nachfolgenden Kapiteln.
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