Aufgabe dieser Substanzen ist es, den Zyklus noch besser steuerbar zu
machen. GnRH-Analoga und GnRH-Antagonisten verhindern einen
vorzeitigen, unkontrollierten Eisprung durch eine gezielte Blockade der
Hypophysenfunktion.
Die GnRH-Analoga sind seit vielen Jahren
weltweit im Einsatz. Sie sind nebenwirkungsarm und haben zu einem deutlichen
Rückgang erfolgloser Behandlungszyklen durch den Eintritt vorzeitiger,
unkontrollierter Eisprünge geführt. In seltenen Fällen wird bei der
Anwendung über Kopfschmerzen und Leistungseinbußen geklagt. Bei einer länger
andauernden Vorbehandlung wie sie z.B. bei einer Endometriose-Erkrankung üblich
ist, treten teilweise die für die Wechseljahre typischen Symtome auf. Diese
können sein: Hitzewallungen, trockene Schleimhäute, erhöhte Nervosität,
Libidoverlust, Depression, Leistungsknick ('künstliche Wechseljahre'). Diese
Nebenwirkungen können, müssen aber nicht bei jeder Patientin auftreten.
Spätestens innerhalb von vier Wochen nach der letzten Medikamentengabe, oft auch
schon früher, verschwinden diese Beschwerden.
GnRH-Antagonisten sind
seit 1999 in Deutschland auf dem Markt. Der Vorteil dieser Hypophysenregulation
besteht in einer kürzeren Behandlungsdauer und damit verbunden auch weniger
Beschwerden durch die Symptome der ''künstlichen Wechseljahre'. Nicht
für jede Patientin ist diese neue Methode jedoch geeignet. Die Entscheidung,
welche Hypophysensteuerung für Ihre Behandlung sinnvoll und notwendig ist,
treffen Sie im gemeinsamen Gespräch mit dem behandelnden Gynäkologen.