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Follikelpunktion Jede Follikelpunktion ist ein operativer Eingriff und bringt daher entsprechende Risiken mit sich. Bei einer Follikelpunktion kann es unerwartet zu Komplikationen kommen. Dies können Blutungen, aber auch allergische oder sonstige narkosebedingte Reaktionen sein. Treten diese ein, wird die Patientin sofort versorgt und intensiv nachbeobachtet. Unter Umständen kann auch eine stationäre Versorgung notwendig sein. Behandlungszyklen ohne Embryonen-Rückgabe In weniger als 10 % aller Behandlungszyklen kann keine Embryonen-Rückgabe erfolgen. Eine Embryonen-Rückgabe kann ausbleiben, wenn - bei der Follikelpunktion keine oden nur unreife Eizellen zu gewinnen sind. Dies kann insbesondere dann auftreten, wenn nur sehr wenige Eibläschen am Eierstock heranreifen.
- am Tag der Follikelpunktion keine Samenzellen gewonnen werden können. Dies kann eintreten durch eine unerwartete Verschlechterung des Samenbefundes oder plötzlich eintretende Ejakulationsstörungen
- keine Befruchtung der Eizellen erfogt ist oder die nachfolgenden Zellteilungen ausbleiben.
Schwangerschaft Natürlich ist die Schwangerschaft kein Risiko im eigentlichen Sinn. Allerdings kann eine Schwangerschaft immer zu unerwarteten Komplikationen führen. Mehrlingsschwangerschaft Zur Vermeidung von Mehrlingsschwangerschaften nach einer in vitro-Fertilisation empfehlen wir bei Patienten bis zum 35. Lebensjahr die Rückgabe von maximal zwei Embryonen. Erst bei Patienten über 35 Jahre diskutieren wir die Möglichkeit, drei Embryonen zu transferieren. Das Auftreten von Mehrlingsschwangerschaften ist nicht vollends auszuschließen. Selbst bei der Rückgabe nur eines Embryos kann es zum Auftreten einer eineiigen Zwillingsschwangerschaft kommen. Bitte beachten Sie: Alle Mehrlingsschwangerschaften sind Risikoschwangerschaften mit gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kinder. Viele Mehrlingsschwangerschaften enden vorzeitig mit Frühgeburten. Die Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft liegt bei ca. 16 bis 18 %, die Wahrscheinlichkeit einer Drillingsschwangerschaft bei ca. 3 bis 4 %. Abort nach Eintritt einer Schwangerschaft Ca. 16 % aller Schwangerschaften, die bundesweit nach einer in vitro-Fertilisation erzielt werden, werden durch einen Abort frühzeitig beendet. Die Zahl ist verglichen mit dem Kontrollkollektiv leicht erhöht. Aber bitte berücksichtigen Sie: Das Durchschnittsalter von Kinderwunschpatienten ist erhöht und mit erhöhtem Alter steigt die Fehlgeburtenrate naturgegeben an. Eileiterschwangerschaft In 1 bis 2 % aller Schwangerschaften nach in vitro-Fertilisation kann eine sog. 'Eileiterschwangerschaft', eine extrauterine Gravidität (EUG), auftreten. Diese muß in jedem Fall medizinisch, entweder operativ oder hormonell beendet werden. Durch regelmäßige Kontrollen und eine sofortige Therapie läßt sich das Risiko von Komplikationen minimieren.
Gesundheit des Kindes Die Gesundheit des Kindes ist unser oberste Ziel. Das Risiko eines genetisch vererbten oder spontanen Defektes oder einer Totgeburt läßt sich leider nicht vollständig ausschließen. Eine deutsche Studie zeigt bei Kindern, die durch eine intrazytoplasmatische Spermiuminjektion gezeugt wurden, eine Erhöhung des Fehlbildungsrisikos. Als ursächlich sehen die Autoren hier jedoch elterliche Risiken (z.B. ein im zum Vergleichkollektiv erhöhtes Alter der Mütter; Ludwig et al., 2002).
Ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS) Die Stimulation des Follikelwachstums kann trotz Ultraschallüberwachung und regelmäßig durchgeführten Hormonkontrollen zu einer deutlichen Vergrößerung der Eierstöcke führen und ein sog. 'Überstimulationssyndrom' auslösen. Dies kann je nach Schweregrad behandlungsbedürftig werden und bedarf einer intensiven Nachbeobachtung. In Fällen mit ausgeprägten Unterleibsschmerzen kann eine stationäre Versorgung notwendig werden. |