COVID-19-Impfung und Kinderwunsch: Was wichtig ist

Die ersten zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 kommen in Deutschland inzwischen zum Einsatz. Was Sie bei der Planung einer Kinderwunschbehandlung und einer Impfung gegen COVID-19 beachten sollten, haben wir für Sie zusammengefasst. 

Für alle, die auf Grund ihres Berufs zu den ersten Impfgruppen gehören, ist die Frage nach der COVID-19-Impfung bei einer geplanten Kinderwunschbehandlung aktuell besonders wichtig. Aber auch alle anderen Kinderwunschpaare sollten eine spätere Impfung frühzeitig in ihre Planung mit einbeziehen. Die Entscheidung, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen oder nicht, obliegt dabei selbstverständlich jedem selbst.

Bitte beachten Sie im Vorfeld Ihrer Kinderwunschbehandlung und einer Impfung gegen COVID-19 sowie während einer anschließenden Schwangerschaft, dass:

  • zwischen der Impfung eines oder beider Partner und dem Beginn einer Kinderwunschbehandlung zwei Monate liegen müssen.
  • Beratungsgespräche und notwendige Voruntersuchungen während dieser Wartezeit selbstverständlich durchgeführt werden können.
  • eine Impfung gegen COVID-19 während der Schwangerschaft nur im Einzelfall und in Abhängigkeit von eventuellen Grunderkrankungen in Absprache mit ihrem Hausarzt entschieden werden sollte.
  • Sie konsequent alle bekannten Maßnahmen umsetzen, die Sie davor schützen, sich mit COVID-19 zu infizieren, dazu gehört:
  • mindestens 1,5 Meter Abstand von Mitmenschen zu halten
  • Hygieneregeln wie richtiges Husten und Niesen sowie regelmäßiges Hände waschen zu beachten
  • einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen (wir empfehlen eine FFP-2-Maske)

Aktuelle Erkenntnisse und Empfehlungen

Welchen Einfluss eine Impfung auf Eizelle, Spermien, Implantation und frühe Schwangerschaftsphasen eventuell hat, darüber gibt es bisher keine Informationen. Vor diesem Hintergrund, und um der Antikörperentwicklung nach einer vollständigen Impfung ausreichend Zeit zu geben, empfiehlt die Europäische Fachgesellschaft ESHRE (European Society of Human Reproduction and Embryology) in ihrem * Statement vom 12. Januar 2021, nach der vollständigen COVID-19-Impfung zwei Monate bis zum Beginn einer Kinderwunschbehandlung zu warten. Beratungsgespräche und notwendige Voruntersuchungen können während dieser Wartezeit selbstverständlich durchgeführt werden.

Wie sieht es in der Schwangerschaft aus? Es hat sich gezeigt, dass Frauen, die während einer Schwangerschaft oder im Wochenbett mit COVID-19 infiziert waren, zwar seltener Symptome wie Fieber und Gliederschmerzen hatten. Jedoch wurde häufiger ein schwerer Verlauf als bei nicht-schwangeren beobachtet. Im Beschluss zur Impfempfehlung hält die STIKO (Ständige Impfkomission des Robert-Koch-Instituts) fest, dass „die Impfstoffe zumindest initial nicht für Schwangere zugelassen sein werden“ und daher erwogen werden sollte, „enge Kontaktpersonen von Schwangeren, insbesondere deren PartnerInnen zu impfen, um die Schwangeren indirekt zu schützen. (Epidemiologisches Bulletin 2/2021 des Robert Koch Instituts vom 14. Januar 2021: Seite 31). Ob letztlich eine Impfung bei Schwangeren erfolgen soll, ist im Einzelfall und in Abhängigkeit von eventuellen Grunderkrankungen in ärztlicher Absprache zu entscheiden.

Wenn Sie weitere Fragen zu Ihrer Kinderwunschbehandlung und einer COVID-19-Impfung haben, wenden Sie sich gerne an unser Team oder Ihren behandelnden Arzt.